Wie lässt sich die Staubbelastung in einer großen Brech- und Siebanlage bewältigen?
In einer bedeutenden Anlage zur Zerkleinerung und Siebung von Zuschlagstoffen in der Provinz Brescia stellt die Staubbekämpfung sowohl für den Betriebsablauf als auch für die Qualität des Arbeitsumfelds einen wichtigen Aspekt dar.
Der Materialumschlag und der ständige Verkehr von Schwerlastfahrzeugen können in der Tat dazu führen, dass Staub in die umliegenden Bereiche aufgewirbelt und verteilt wird, was ein Abgassystem erforderlich macht, das kontinuierlich und gezielt eingreifen kann.
Bei diesem Projekt sind wir, wie immer, von der Analyse der tatsächlichen Anforderungen der Anlage ausgegangen.
Warum ist eine Vor-Ort-Begehung für die Auswahl des Verneblers von entscheidender Bedeutung?
Bevor wir eine Lösung erarbeiteten, führten wir eine technische Begehung durch, bei der wir die Beschaffenheit des Geländes, die zurückzulegenden Entfernungen und vor allem die Stellen überprüften, an denen die größten Schwierigkeiten auftraten.
Die Messungen haben zwei Bereiche aufgezeigt, in denen ständig Schwerlastfahrzeuge vorbeifuhren und der Verkehr eine besonders starke Staubaufwirbelung verursachte, die sich auch auf die angrenzenden Bereiche und die Arbeitsbedingungen auswirkte.
Es galt daher, eine wirksame Abdeckung der Durchgangsbereiche zu schaffen, ohne auf fest installierte Lösungen zurückzugreifen, die sich nur schwer an die unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen der Anlage anpassen lassen.
Zwei LC50R zur Abdeckung der Durchfahrtsbereiche für Schwerlastfahrzeuge
Als Lösung wurde die Installation von zwei LC50R-Verneblern des Typs „Cannoni Conrad“ gewählt, die sich durch eine Reichweite von bis zu 50 Metern auszeichnen.
Durch den Einsatz von zwei Maschinen ist es möglich, in den beiden Hauptdurchgangsbereichen tätig zu werden, die bei der Begutachtung vor Ort ermittelt wurden, wodurch eine gezielte Abdeckung der Bereiche erreicht wird, in denen der Fahrzeugverkehr die Hauptursache für die Staubaufwirbelung darstellte.
Die große Reichweite ermöglicht es, große Flächen zu behandeln, während die Maschinen an einer strategisch günstigen Position verbleiben; die Zerstäubung hingegen ermöglicht es, direkt auf die Verteilung der Partikel in der Luft einzuwirken.
Wie lässt sich die Staubüberwachung automatisieren?
In einer Anlage dieser Größenordnung muss ein Abgasreinigungssystem zudem einfach zu handhaben sein.
Aus diesem Grund wurden die beiden LC50R-Geräte mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet, mit der sich die Betriebszyklen entsprechend den Anforderungen der Anlage und den Zeiten mit der höchsten Auslastung einstellen lassen.
Die Maschinen sind zudem mit einem Industrie-4.0-Kit und einer Funkfernbedienung für die Fernsteuerung ausgestattet. Der Bediener kann somit in den Betrieb der Sprühgeräte eingreifen, ohne sich physisch zu jeder einzelnen Maschine begeben zu müssen.
Eine Lösung, die Staubabscheidung, Automatisierung und Fernsteuerung vereint und das System so besser in den täglichen Betriebsablauf der Anlage integriert.
Und innerhalb der Anlage? Hier ist eine noch präzisere Lösung erforderlich
Während in den Außenbereichen das Hauptproblem mit dem Verkehr von Schwerlastfahrzeugen zusammenhing, stellte sich die Situation innerhalb der Anlage anders dar.
Hier bestand die Hauptproblematik direkt in dem Staub, der beim Zerkleinern des Materials entstand. Aus diesem Grund haben wir die beiden LC50R-Geräte durch einen Phoenix Plus ergänzt, der für gezieltere Einsätze in den Produktionsbereichen vorgesehen ist.
Der Phoenix Plus eignet sich dank seiner kompakten Abmessungen und der Möglichkeit, ihn manuell dorthin zu transportieren und aufzustellen, wo er benötigt wird, besonders gut für diese Art von Anwendung.
Warum sollten Sie sich bei besonders kritischen Emissionen für eine kompakte Maschine entscheiden?
In einer Industrieanlage erfordern nicht alle Situationen die gleiche Art von Maßnahme.
Neben Geräten mit großer Reichweite, die sich zur Behandlung ausgedehnter Flächen eignen, kann es von entscheidender Bedeutung sein, über einen kompakteren und leicht umstellbaren Zerstäuber zu verfügen.
Der Phoenix Plus ermöglicht genau dies: eine präzisere Steuerung kritischer Emissionen, angepasst an die Anforderungen des Prozesses, sowie ein schnelles Versetzen der Maschine, wenn sich der zu behandelnde Bereich ändert.
Das Ergebnis ist ein System, das aus mehreren sich ergänzenden Technologien besteht: zwei LC50R zur Staubbekämpfung in den Durchgangsbereichen und ein Phoenix Plus für eine gezieltere Kontrolle innerhalb der Anlage.
Eine Lösung, die nicht lediglich darauf ausgelegt ist, Wasser zu vernebeln, sondern die Staubbekämpfung an die unterschiedlichen Betriebsbedingungen einer bedeutenden Brech- und Siebanlage in der Provinz Brescia anzupassen.